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Nützliche Informationen

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Bei der Bauausführung eines Familienhauses ist von den Bodenlegungsarbeiten in vieler Hinsicht die Bodenlegung der Terrasse am kritischsten, weil sie von den verschiedenen Umweltwirkungen viel intensiver betroffen wird, wie z.B. die Temperaturveränderung und die Feuchtigkeit.
Die Größe der verschiedenen Belagmaterialien, wie aller anderen Materialien verändert sich mit der Veränderung der Temperatur. Wenn sich diese Temperaturveränderung schnell abspielt, bedeutet es eine größere Belastung dem Belag. Diese Fälle kommen im Allgemeinen im Winter vor, wenn sich der Frost-Schmelz-Zyklus täglich mehrmals abspielen kann, oder im Falle einer sommerlichen besonnten Terrasse, wenn ein Schauer innerhalb einiger Minuten sogar um 20-30°C die Temperatur des Belags vermindern kann (Wärmeschock). Deshalb ist es nicht in jedem Fall genügend, außen nur einen frostbeständigen Kleber anzuwenden, weil diese Klebstoffe die aus der Wärmeausdehnung stammenden Bewegungen nicht immer entsprechend kompensieren können, und der Belag kann vom Boden trennen. In diesen Fällen soll einen flexiblen und frostbeständigen Kleber angewendet werden.

Der flexible Kleber kann der Bewegung des Belags folgen,  aber wenn sich die Fliesenplatten erwärmen, und nach einer positiven Größenänderung aneinander spannen, können auch vom Boden trennen. Deshalb ist die Dilatation, d.h. die entsprechende Ausgestaltung der Bewegungsfugen des Belags sehr wichtig. Die äußeren Bodenbeläge sind von ihrer Grundrissanordnung und Größe abhängig pro 10-15 m2 zu dilatieren. Das kann auf mehrerer Weise passieren; entweder mit den für diesen Zweck hergestellten Dilatationsprofilen, oder stellenweise eine breitere Fuge gelassen mit Silikon (Fugensilikon). Den Sockelanschluss ist auch empfehlenswert mit Silikon zu dichten, das Fugen mit flexiblem Fugenmaterial zu machen (flexibles Fugenmaterial).
Der andere große „Feind” der äußeren Beläge ist die Feuchtigkeit, die im allgemeinen in die im Klebstoff befindlichen Höhlen einsickert, und nach dem Frost mechanische Verletzungen verursacht, und dadurch trennt der Belag ab. Die Feuchtigkeit kann zur Klebeschicht aus zwei verschiedenen Richtungen kommen: vom oben (z.B.: Niederschlag), oder vom unten (z.B.: Bodendampf).

Die vom oben kommende Feuchtigkeit kann im Allgemeinen durch die Fugen oder die Verletzungen, Fehler des Belags unter die Fliesen kommen. In die Fugen können wir wasserdichtes Fugenmaterial anwenden (wasserabweisendes oder extra Fugenmaterial mit zwei Komponenten), es gibt aber auch wirtschaftlichere Lösungen. Z.B. wir vermindern die Menge der in der Klebeschicht befindlichen Höhlen, Luftschlitze auf das Minimalste, und so lassen wir keinen Raum für die Feuchtigkeit. es kann auf zwei verschiedenen Weise durchgeführt werden. Die eine Lösung ist, wenn wir mit dem Kleber sowohl den Boden als auch die Rückseite der Fliesenplatte beschmieren (zweiseitiges Kleben). Die andere Lösung ist die Anwendung der Klebstoffe mit flüssiger Bettung. Diese Kleber haben wegen der speziellen Kunstharzzusatzstoffe eine wässerige Konsistenz, dehnen leichter aus, dadurch ergeben sie ohne Beschmieren der Rückseite der Fliesenplatte ein Kleben mit vollständiger Oberfläche.

Der typische Fall der vom unten kommenden Feuchtigkeit ist, wenn der Dampf im Boden durch den ungedämmten Boden diffundiert, und schlägt auf der Rückseite der Fliesenplatte aus. Das kann man mit dem Einbau einer alternativen Dämmung verhindern. Zu diesem Zweck ist die (Flüssigfolie-Dämmung, oder die Dickfolie-Dämmung, die eine flexible, beschmierbare Dämmung ist) das Beste. Die Dämmung soll auf einen den Voraussetzungen der Bodenlegung geeigneten Boden gemäß den Vorschriften aufgetragen werden, und im Gegensatz zu den bituminösen Dämmungen ist der Belag direkt darauf zu kleben. Die Rissüberbrückungsfähigkeit  der Dämmung ist groß (2 mm), aber es kann die intensiveren Bewegungen bei den Anschlusskonstruktionen in den Kanten nicht überbrücken, deshalb ist es empfehlenswert, ein neigungsverstärkendes Band einzubauen. Die Anwendung einer Dämmung verhindert auch das Aufsickern der Salze im Boden, die die hydraulische Verbindung des Klebers kaputt machen können.

Die Gedanken im Artikel sind vor der Fliesenlegung zu überlegen, mit einem Fliesenleger-Fachmann zu diskutieren, weil die Ausführung mit fachgerechten Materialien die Lebensdauer unseres Belags in großem Maße vergrößern kann.

Die Verschleißfestigkeit!

Was bedeutet die Verschleißfestigkeit?

Die Berücksichtigung der Verschleißfestigkeit ist bei der Auswahl und der Legung der Fliesenplatten wichtig. Diese Eigenschaft bezeichnet die Beständigkeit gegenüber den Verschleißwirkungen der gegebenen Fliesenplatte. Die Fliesenplatten werden in die Verschleißklassen von 3 bis 5 eingestuft. Neben dem Typenkode, die Qualitätsklasse und der Farbenstufenbezeichnung wird auch die Verschleißfestigkeit auf jedem Karton dargestellt.
Die an den einzelnen Verschleißfestigkeitsstufen anknüpfenden empfohlenen Anwendungsgebiete sehen folgenderweise aus:

  • PEI 3: Äußere (insofern die Fliesenplatte frostbeständig ist) und innere Räume von Wohnhäusern, wo die verschleißende Verschmutzung nicht charakteristisch ist.
  • PEI 4: Äußere (insofern die Fliesenplatte frostbeständig ist) und innere Räume von Wohnhäusern, Instituten, Büros, Geschäften, die Benutzung von normalen Schuhen vorausgesetzt
  • PEI 5: dem Verschleiß besser ausgesetzte äußere (insofern die Fliesenplatte frostbeständig ist) und innere Räume von Wohnhäusern, Instituten, Büros, Geschäften usw., die Benutzung von normalen Schuhen vorausgesetzt (ausgenommen die Kaufhäuser, Supermärkte, Wartesäle von Flughäfen und Bahnhöfen, Tankstellen mit großem Verkehr, usw.)

Kleben von großen Platten

Heutzutage wird die Anwendung der größeren – 40x40 cm und größeren – Fliesenplatten und Belagmaterialien von immer mehreren Leuten bevorzugt. Um auf einem Gebäude die großen Fliesenplatten sicher anzuwenden, wurde die Ausnutzung der technischen Entwicklung auf mehreren Gebieten gleichzeitig nötig. 

Einerseits haben die Hersteller die Verbraucheransprüche erkannt ihre Auswahl mit immer größeren Fliesenplatten erweitert, so herstellen sie sogar Feinsteinzeuge mit der Größe von 100cm x 100cm x 1,5cm oder Keramikplatten von 100cm x 300cm x 3mm. Andererseits haben sie die zu der Fliesenlegung nötigen Hilfsmaterialien, d.h. die Kleber-, und Fugenmörtel, Dichtungsmaterialien den speziellen Ansprüchen entsprechend beständig weiterentwickelt. Aufgrund der solchen Leistungsentwicklung der technischen Hintergrundbasis wurden die großen Fliesenplatten sowohl im Innenraum als auch auf äußeren Terrassen oder Fassaden zuverlässig anwendbar.

Die Legungslösungen verändern sich aber nach der Anordnung der zu belegenden Oberfläche, der Eigenschaft, der Größe der Fliesenplatten. So verändern sich die Anforderungen gegenüber dem Belag, hinsichtlich z.B. eines Bodenbelags eines Esszimmers, das mit Feuchtigkeitswirkung und Sonnenschein nicht belastet ist, bzw. des dunklen Feinsteinzeugbelags auf der Fassade eines Hochhauses. Auf Fassaden werden die bauphysischen Eigenschaften von den angewandten Farben, der Auswahl des Fassadensystems und des Belagtyps wesentlich beeinflusst, da die äußeren Wände auch von Dunstdiffusion und Dampfniederschlag (Tauwasserbildung) belastet sind.  Die Fassadensysteme sollen daneben den Anforderungen des Brand-, Schall-, Wärme-, und Feuchtigkeitsschutzes völlig entsprechen. Sie sollen gegenüber der Belastung des Eises, des Windes beständig sein, ihr Eigengewicht darf kein Problem verursachen, und sie sollen auch die von den Dilatationsbewegungen verursachten Spannungen ertragen. Unter den veränderlichen Umständen sind immer gleiche Belaganforderungen: der gegenüber der aufsickernden Feuchtigkeit entsprechend geschützte, trockene, reine, reife, ebene, bruchlose, feste Boden, der mindestens eine Haft-, Ziehfestigkeit von 1 N/mm2 hat, und im Falle von Fassaden je nach Bedarf eine Befestigung mit Anschlussdraht oder Stahlklemme mit der völligen Rückseitendeckung des Klebers, im Innenraum eine entsprechende Gründung vor dem Auftrag des Klebemörtels.

Zur Bestimmung der Auswahl der zur Fliesenlegung zu benutzenden Hilfsmaterialien und der entsprechenden Belagsweise soll man die Anordnung, das Material, die Reifheit, die Festigkeit, die Ausgestaltung der zu belegenden Konstruktion, im Falle eines äußeren Belags die Höhe und Orientierung der zu belegenden Oberfläche, bzw. das Typ und die Größen des Belagmaterials kennenlernen. Aufgrund dieser Kenntnisse kann der Fliesenverteilungs-Detailplan, die statische Berechnung, und die bauphysische Berechnung erstellt werden. Bei der Bestimmung der Belagshilfsmaterialien sollen die angewandten Klebemörtel gemäß der Norm EN 12004 Einstufung C2, gemäß der Norm EN 12002 Einstufung S1 oder S2 sein, die Fugenmörtel sollen in die Klasse CG2 eingestuft werden. Die Dilatationsfugen können nach der entsprechenden Gründung sowohl mit flexiblem Dichtungsmaterial ausgefüllt, als auch mit dem Einbau des entsprechenden Dilatationsprofil ausgestaltet werden. Diesen Eigenschaften entsprechen die folgenden Produkte der Fa. MAPEI auf den Fassaden mit der extremsten Inanspruchnahme:
Fugenmörtel mit ermäßigter Hygroskopizität und mit hoher mechanischer Festigkeit sind anzuwenden, der ULTRACOLOR PLUS, schimmelverhütender BioBlock® und mit DropEffect® Technologie, ausschlagfreier, regendichter Fugenmörtel zu 2-20 mm breiten Fugen sein kann; oder Fugenmörtel der KERACOLOR, der in zwei verschiedenen Korngröße erhältlich ist (FF FFLEX mit regendichter DropEffect® Technologie bis zu einer Fugenbreite von höchstens 6 mm, und zu den Fugen mit der Breite von GG 4-15 mm). Statt des Mischwassers wird mit FUGOLASTIC (Polymer-Zusatzstoff auf Kunstharzbasis) gemischtem KERACOLOR GG die Verbesserung der endgültigen Eigenschaften, Verschleißfestigkeit und mechanischen Festigkeit der Fuge mit der Verminderung seiner Porosität, und seiner Hygroskopizität möglich. Dadurch kann er auf solchen Orten, die ernster Inanspruchnahme ausgesetzt sind, eine entsprechende Leistung bieten. Die Dilatationsfugen sind mit dem neutralen Dichtungsmaterial MAPESIL LM zu dichten.

Bezüglich der Auftragsweise ist es bei den weniger bedeutenden Belastungen in Innenräumen genügend, wenn die Rückseite der Fliesenplatten nur in einem Anteil von 2/3 mit Kleber bedeckt ist, und die Böden ohne Bodenheizung sogar pro 32-35 m2 dilatiert werden, aber im Falle von Fassaden sollen die Dilatationsfugen so ausgestaltet werden, dass sie die Oberfläche auf Teilen mit einer Größe von höchstens 9-12 m2 gliedern. Die Legung der großen Fliesenplatten und die Materialbewegung werden durch die Benutzung von Hilfsmitteln erleichtert. Solche Hilfsmittel sind die auf die Fliesenplatte vakuummäßig befestigbaren Bewegungsmittel und Rahmen, die bei der Bewegung, Hebung der 100 cm x 300 cm x 3 mm großen Keramikplatten eine große Hilfe bedeuten, und verhindern ihre Verletzungen

Die Fa. MAPEI ist eine der bedeutendsten Figur der chemischen Baumaterialherstellung der Welt. Die Systemlösungen der MAPEI, in dem die Produkte perfekt aneinander passen, sind für die Gründung solcher dauerhaften Werte geeignet, die auch der extremsten Inanspruchnahme völlig widerstehen. Deshalb entstehen als Ergebnis der ständigen Entwicklungsarbeit der MAPEI solche Lösungen, Produkte, worauf sich sowohl der Ausführer, als auch der Auftraggeber in vollem Maße verlassen können. Die Qualität wird auch dadurch bewiesen, dass die Produkte der MAPEI bei zahlreichen weltberühmten, repräsentativen und öffentlichen Gebäuden ihre Haltbarkeit beweisen, und die Erhaltung des Wertes des Gebäudes dienen. Die besonderen Anforderungen, und solche sind auch die Anwendung der großen Fliesenplatten -  bedürfen spezielle Lösungen. Da sowohl bei den Neubauwohnungen, als auch auf dem Gebiet der Erneuerungen unvoraussehbare Wendungen vorkommen können. Deshalb ist es nötig, dass die Fliesenleger-Fachmänner jederzeit vorbereitet sind, und auch in unerwarteten Situationen perfekt funktionierende Lösungen mit dem Bewusstsein bieten, dass sie bei den Lösungen auf die Sicherheitsvorräte der MAPEI-Produkte vertrauen dürfen. Da diese allgemeine Anleitung auf allgemeinen Fällen fußt, können natürlich die speziellen Bauumstände und die speziellen Bedingungen die im Artikel erwähnten Lösungen und Produkte verändern. Die privaten Bauherren und Fachmänner können sich an den Technischen Kundendienst oder an die Fachberater der Fa. MAPEI Kft. im Interesse von persönlicher technischer Beratung oder Abstimmungen jederzeit wenden.